Deutsche Meisterschaften in Beerfelden - hochkarätiger Saisonhöhepunkt im Odenwald

Jonas Frank im RSL

 

Die Inline-Alpin-Athleten der SSGO erlebten zunächst eine durchwachsene Saison. Während Trainer Axel Becker auf Bundesebene erwartungsgemäß Plätze im Mittelfeld einfuhr, zeigte sich der Nachwuchs wechselhafter. Das erfreulichste Ergebnis bei den hochkarätigen Rennen fuhr Jonas Frank am 12. Juni beim Internationalen Inline-Cup in Bad Hersfeld ein, wo er in der U12m Platz 4 belegte und einige Favoriten hinter sich ließ. Mit exzellenter Abfahrtshocke war seine Schwester im gleichen Rennen auf dem Weg zu einer der besten Laufzeiten in der AK U14w, ale sie kurz vor dem Ziel auf einem Gullydeckel ausrutschte und stürzte. Die folgenden Rennen waren von einer gewissen Verunsicherung geprägt, die Geschwister verzeichneten einige Stürze und Torfehler und konnten nicht trotz intensivem Training in Nieder-Kainsbach und beim SC Mosbach nicht die erhofften Ergebisse einfahren. Die Ergebnisse waren jedoch zweitrangig angesichts der Freude auf die Deutschen Meisterschaften Mitte September in Beerfelden.

Johanna Frank

 

Deutsche Meisterschaften in Beerfelden

 

Beerfelden im Sportfieber – so präsentierte sich die „Oberzent-Metropole“ 19.+20. September den weit über 100 Teilnehmern der Deutschen Meisterschaften im Ski-Inline. Dabei ist beachtlich, wie professionell die Beerfeldener das Großevent in der für sie bislang unbekannten Sportart auf die Beine gestellt haben. Aus ganz Deutschland wurden die erforderlichen Einrichtungen wie Kippstangen, Startrampe, große Anzeigetafel und vieles mehr beschafft. Mit unzähligen Arbeitsstunden haben die Beerfeldener und Helfer aus odenwälder Sportvereinen für einen reibungslosen Ablauf gesorgt, der auch bei den großen Rennen in dieser Form nicht selbstverständlich ist. Die SSGO war mit einem beachtlichen Helfertrupp vorort, um beispielsweise als Torrichter oder „Stangenrücker“ tätig zu sein.

Die Strecke auf der Airlenbacher Straße vom Galgen hinunter in die Stadtmitte ist vom Gefälle her als moderat zu bewerten. Der schnelle Asphalt sorgte jedoch in Kombination mit der zweieinhalb Meter hohen Startrampe des TSV Degmarn und den variantenreichen Kurssetzungen für anspruchsvolle Verhältnisse, die einer Deutschen Meisterschaft würdig waren. Die Stimmung war prächtig mit hunderten Zuschauern, welche die Rennpiste im unteren Bereich an beiden Rändern säumten. Das Wetter hielt sich nur teilweise an die „Spielregeln“. So sorgte am Samstag beim Riesenslalom ein Regenschauer kurz vor Ende der Kinderkonkurrenz für nassen Asphalt, was die Trainer dazu zwang, ihren Athleten kurzfristig und unerwartet die Regenrollen aufzuschrauben. Am Sonntag blieb es dann trotz einiger dunkler Wolken trocken, und die Bedingungen waren optimal.

Die Starter kamen überwiegend aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie dem nordhessischen Rotenburg. Aus dem Odenwald selbst war bei den Deutschen Meisterschaften nur die SSGO-Fahrerin Johanna Frank aus Mummenroth am Start; ihr Bruder Jonas bestritt das vorgelagerte Kinderrennen, und als weiterer Südhesse ging SSGO-Trainer Axel Becker aus Griesheim von der Startrampe. Wie erwartet konnten die in Nieder-Kainsbach trainierenden SSGO-ler nicht vorn im Klassement mitmischen. Sie zeigten allerdings technisch überdurchschnittlich gute Läufe, ließen aber etwas zu großen Respekt vor der Strecke erkennen, der den letzten „Push“ zwischen den Toren verhinderte. So belegte Jonas Frank die Plätze 6 (Riesenslalom) und 7 (Slalom) bei insgesamt 8 Startern in seiner Altersklasse U12. Johanna verzichtete bei regennasser Fahrbahn auf einen Start in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom, nachdem sie in Bad Hersfeld bei hohem Tempo gestürzt war. Im Slalom belegte sie Platz 8 bei insgesamt 12 Starterinnen in ihrer Altersklasse U14. Axel Becker verpasste im Riesenslalom das letzte Tor vor dem Ziel und war mit Platz 5 in der „Masters“-Wertung im Slalom durchaus zufrieden. Die Deutschen Meistertitel gingen in beiden Disziplinen und bei beiden Geschlechtern nach Neu-Ulm: Die amtierenden Weltmeister Ann Krystina Wanzke und Manuel Zörlein mussten am Ende zwar hart kämpfen, konnten aber am Ende jeweils ihren Erwartungen als Favoriten gereicht werden.

 

 

 

Johanna bei den DM

 

Erfolgreicher Saisonabschluss: Johanna Frank siegt in Bad Camberg

 

Die Ski-Inline-Saison war für Johanna Frank durchwachsen verlaufen. Nach Sturz und Torfehlern zu Saisonbeginn folgte eine Phase eher verhaltener Fahrweise. Bei den Deutschen Meisterschaften Mitte September war bereits eine deutlich aufsteigende Tendenz zu erkennen; und zum Saisonfinale in Bad Camberg hat es dann endlich geklappt: Johanna siegte im Slalomrennen in ihrer Altersklasse U14, wo alle relevanten Konkurrentinnen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen angetreten waren. Die Strecke in Bad Camberg weist als Besonderheit einen ersten Streckenabschnitt ohne Gefälle auf, wo Speedskating-Qualitäten gefordert sind, um das Tempo für die anschließende Gefällstrecke aufzubauen. Am Renn-Sonntag (27.9.) mussten die Athleten auf dieser Strecke zusätzlich gegen den Wind ankämpfen, was dem SSGO-Team gut gelungen ist. Bei der Herren-Masters-Wertung (Senioren) gelang der SSGO ein Doppelsieg mit Axel Becker und Oliver Frank. Das Masters-Team profitierte dabei jedoch von der Absage dreier Mitfavoriten aus Hessen. Die Inline-Skates haben jetzt ein halbes Jahr Pause. Der Umstieg auf die Rennskier hat mit einem Trainingslager im Niederländischen Landgraaf bereits zum Ende der Sommerferien begonnen.

 

Johanna Frank ganz oben auf dem Treppchen

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